Cashmere, das sanfte Gold
Besonders begehrt sind die fein-weichen Fasern von Ziegen, die in der Alashan-Wüste der Inneren Mongolei beheimatet sind. Wer selbst einmal seinen Fuß in diese raue Landschaft aus Sand, Salzseen und Klimaextremen setzen konnte, versteht warum. Um den harten Winter mit Temperaturen von bis zu -40 °C zu überstehen, entwickeln die Tiere ein besonders dichtes und langes Unterfell. Im Frühjahr, wenn der natürliche Fellwechsel beginnt, treiben die Hirten ihre Herden zusammen und kämmen per Hand die feinen Fasern der Ziege aus – und erhalten das sanfte Gold, wie die Chinesen ihr Cashmere nennen.
Eine Ziege liefert bis zu 300 g Wolle, woraus etwa 150 g Rohcashmere gewonnen wird. In seinem natürlichen Zustand fühlt sich der Naturstoff noch wesentlich fester an. Vorstellbar ist dennoch, welch angenehme Eigenschaften er zu entfalten imstande ist. Denn je länger die Faser ist, desto hochwertiger und widerstandsfähiger ist der Faden, der daraus gesponnen wird. Dies kommt natürlich dem Endprodukt zugute.
Nehmen wir zum Beispiel einen Cashmere-Pullover: Selbst wenn dieser viele Winter getragen wurde, bleibt seine Struktur in einem einwandfreien Zustand. Kein Pilling-Effekt beeinträchtigt sein Erscheinungsbild.
